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Zielgruppen waren: |
Fachtag Jugendforen in |
Veranstalter waren:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. Landeszentrale für politische Bildung Stadt Böblingen Stadtjugendring Böblingen e.V. |
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2 Mitglieder des Vereins für die Jugend Elzach e.V. waren zum Fachtag
in Böblingen als "Young Professionals" eingeladen. |
Von großem Interesse für die Teilnehmer war
die Entwicklung der Jugendarbeit in Elzach
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Unten könnt Ihr nachlesen was die Zuhörer so über Elzach erfahren haben. |
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Elzach war dabei: Diskussionsrunde Podiumsdiskussion Informationsecke |
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Die Entwicklung der Jugendpolitik der Stadt Elzach von
1996 bis heute
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-1- Die Beteiligung der Jugend an der Auseinandersetzung über sie betreffende Themen wurde zum ersten mal 1996 im Stadtrat beantragt. Vor seiner Entscheidung wollte der Gemeinderat jedoch die Meinung der Elzacher Jugend kennen lernen, nämlich ob sie überhaupt eine Beteiligung wünschen und wenn ja, in welcher Form diese stattfinden und welche Inhalte sie haben soll. So kam es am 11. Juli 1996 zu einer Info-Veranstaltung im Elzacher Schwimmbad. So wurden alle 12 bis 20 - jährigen eingeladen und darüber diskutiert, wie sie sich an der Gemeindepolitik und an jugendrelevanten Themen beteiligen wollen und können. So fanden sich nicht nur die Gemeinderäte und zahlreiche Jugendliche, sondern auch Jugendgemeinderäte anderer Städte und Mitarbeiter der Jugendarbeit ein, die sich in kleine Gesprächsgruppen zusammentaten und eigentlich weniger über die Form der Beteiligung an der Gemeindepolitik diskutierten. Es war für Elzach das erste Mal, das eine solche Befragung stattfand, und so kamen sämtliche Sorgen/Anregungen/Wünsche der Jugendlichen auf den Tisch. Das eigentliche Thema der Veranstaltung war nur noch Nebensache. Fakt war, dass sich alle Jugendlichen einen zentralen Treffpunkt wünschten und dass die Vereine Jugendarbeit an sich alleine nicht mehr ausrichten könnten; über die Beteiligung an Politik hatten sich die wenigsten bisher konkrete Gedanken gemacht. Aber so ging es wohl auch den meisten Gemeinderäten der Stadt. Jedoch hat diese Veranstaltung eines geschafft; sie hat einen Draht zwischen Jugendlichen und Gemeinderäten gefunden. So wurde in den Sommerferien die Meinung der Jugendlichen nochmals durch
einen Fragebogen ermittelt und dessen Ergebnisse wurden beim 1. Jugendhearing
am 22. November 1996 veröffentlicht. Wieder war die aktive Teilnahme
der Jugend gefragt; der während der Infoveranstaltung gedrehte Videofilm
sollte vorgestellt und die Umfrageergebnisse sollten diskutiert werden.
Von den rund 700 verschickten Fragebögen kamen 214 zurück. Mit einem Fragekomplex sollte herausgefunden werden, ob die Interessen der Jugendlichen. Vom Gemeinderat derzeit ausreichend berücksichtigt werden, ob Jugendliche bei Themen/Entscheidungen mitreden wollen und in welcher Form die Beteiligung zukünftig aussehen kann. So wünschten sich z. B. über 119 Jugendliche eine offenere Beteiligungsform; 97 eine Institutionelle, die sie in einem Vertreter oder durch einen Jugendgemeinderat sehen. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass sie gerne bei Themen wie Jugendpolitik oder über die Gestaltung baulicher Maßnahmen; Kulturprogramm,... mitreden wollen. Nur 12 der Befragten glaubten, dass der Gemeinderat auf die Interessen der Jugendlichen eingeht. |
-2- Nach diesem Hearing war eines klar: Die Elzacher Jugend wünscht sich einen eigenen Raum. Einen kleinen Raum mit Billard, Kicker, Dart. Ein Treffpunkt, in dem sie unabhängig und frei sind von Bevormundung. Solche Pläne hatte es in Elzach schon vor 20 Jahren einmal gegeben; die Pläne hierfür scheiterten aber leider am Unmut der Politiker. Ein anderes Ergebnis war, dass die Mehrheit der Besucher sich für eine offene Form der Beteiligung wünsche; also Jugendhearings, Jugendforen, Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen,.. werden einem festen Jugendgemeinderat oder einem städtischen Jugendbeauftragten vorgezogen. Das Jugendhearing war der Anfang und sollte die Kommunikation zwischen Jung und Alt verbessern. Zumindest beim größten Teil der Gemeinderäte; und doch waren noch einige folgender Meinung: "Die Jugendlichen haben alles, was sie brauchen" und "die wollen einen Raum, in dem sie machen können was sie wollen. Das gibt nur Ärger." Ein paar Monate später, am 27. Februar 1997 lud die Stadt Elzach
zu einer Sitzung im Rathaus ein, in dem folgende Fragen erörtert
werden sollten: |
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-3- Jedoch wies uns der Kreisjugendarbeiter immer wieder darauf hin, das
wir uns darüber klar sein müssen, dass es sicher noch 6-9 Monate
gehen könne, bis der Jugendtreff geschaffen ist. Doch man merkte
schnell, dass hier das Interesse bei einigen dann doch nach lies und bei
der Gründung des VfJ war dann wirklich nur noch "der harte Kern"
anwesend. Aber das entmutigte uns nicht. Knapp eineinhalb Jahre später
eröffneten wir dann das Jugendhaus. Das dritte Jugendhearing der Stadt fand dann schließlich im Elzacher
Jugendhaus im Juli 2000 statt. Bei diesem Hearing drängte sich der
Eindruck auf, das Elzachs Jugendliche offensichtlich keine Probleme haben.
So fanden sich hier gerade mal 10 Stadträte, der Bürgermeister,
2 Vertreter des Kreisjugendamtes und 10 Jugendliche ein.
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-4- Festgelegt wurde auch, dass Vorschläge dieser Runde zwingend im
Gemeinderat behandelt werden müssen. Bürgermeister Heitz vermutete,
"dass die wesentlichen Bedürfnisse aus der Umfrage 1997 abgearbeitet
sind". Vielleicht. Eigentlich war das JUHA doch genau das, was sich
alle wünschten: ein offener Jugendtreff; in dem sich alle Altersgruppen
treffen können und anfangs wollten sich auch noch sehr viele dafür
einsetzten. In der Bauphase sah das dann schon etwas anders aus. Viele hatten zwar den Wunsch nach einem Treffpunkt, aber etwas persönlich dafür zu unternehmen und aktiv mitzuhelfen war dann schon ein ganz anderes Thema. Vielleicht liegt das geringe Interesse auch an den wandelnden Bedürfnissen Jugendlicher. Zudem herrscht ein generelles Desinteresse an Politik und an allem, was damit zusammenhängt, was zu dieser Zeit auch beim Betrieb des JUHA festzustellen war; die Arbeit blieb an wenigen hängen. Aktiv Mitmachen war irgendwie nicht mehr angesagt. Vier Jahre zuvor herrschte noch eine große Aufbruchstimmung und die Beteiligung der Jugend an der Kommunalpolitik war das große Thema. So stellte Heitz abschließend zu dieser Veranstaltung fest: "der Gedanke des Jugendhearings wird nicht mehr verstanden", daher müsse man sich neue Formen überlegen, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Seither hat kein Jugendhearing mehr stattgefunden. Auch ist es nicht
noch einmal zu einer Fragebogenaktion oder von sonstigen Aktionen dieser
Art der Arbeitsgruppe Jugendbeteiligung gekommen. Schade, war doch offiziell
einmal der Gedanke da, dies mindestens einmal jährlich zu tun. So
kann ich nur an die Gemeinderäte appellieren, wieder oder besser
gesagt, immer wieder den Dialog mit der Jugend zu suchen! Auch wenn die
Bedürfnisse befriedigt scheinen, gibt es doch immer Themen und Vorschläge,
die man einmal öffentlich ausdiskutieren möchte, Fragen die
beantwortet werden wollen,....Manchmal wäre es auch einfach nur wichtig
ein Feedback zu bekommen.
by [Stefanie] |